Fortentwicklung der Kinderbetreuung

Die bessere Kinderbetreuung in Wennigsen war Thema der Versammlung am 10.08.2018. Nach intensiver Beratung haben die Mitglieder fünf Forderungen beschlossen.

Ausgangslage:
An beiden Grundschulen und an weiteren KiTas werden Schulkinder nach­mittags betreut. Es gibt viele Angebote von öffentlichen und privaten Trägern.

Zum Schuljahr 2017/18 war der Hort Wennigsen ausgelastet. Der Hort Bredenbeck und andere Einrichtungen hatten freie Plätze.

Historie:
Am 24.01.2013 fordert die damalige CDU-Fraktion die bauliche Erwei­terung der GS Bredenbeck um zusätzliche Räume für den neuen Hort.

Am 07.03.2013 unterstützt die CDU den Gebäudetausch des Wennigser Jugend­hauses und an der GS Wennigsen die Erweiterung des Hortes auf 60 Plätze.

Am 08.01.2014 meldet die Calenberger Zeitung: Stichwort Ganztagsgrundschulen: … „Bis 2015 wollen wir aber ein komplettes Modell für Ganztagsgrundschulen hinlegen“, sagt Fach­be­reichs­leiterin Barbara Zunker. Dieses Konzept soll dann sowohl die Grund­schule in Wennigsen als auch die Grundschule in Bredenbeck beinhalten.

Nach dem Info-Abend „Ganztägig in der Grundschule“ am 25.02.2016 im Familien­zentrum Wennigsen beantragt die CDU, per Elternumfrage das Interesse für offene Ganztags­grund­schulen abzufragen.

Am 21.07.2016 beschließt die CDU ihr Programm zur Kommunalwahl. Es beginnt mit:

  • Die Grundschule Wennigsen, die Grundschule Bredenbeck und die Sophie Scholl Gesamtschule in ihrer Funktionsfähigkeit sichern und in ihrer Attraktivität steigern.
  • Erst die Eltern und Kollegien anhören, bevor Schulstrukturdebatten geführt werden.

Im Juli 2017 legt die Region Hannover unter dem Titel „Steigende Zahl von ABC-Schützen“ eine Vorausschau bis 2022 vor. Wennigsen hat darin mit 154 Erstklässlern (62 % Zuwachs) die höchste Steigerung von allen Kommunen.
Im Schulausschuss am 27.10.2017 steht „Elternbefragung zur Bedarfsermittlung zur mögli­chen Einrichtung von Ganztagsgrundschulen in Wennigsen (Deister)“ auf der Tagesordnung. Dieser Punkt wird jedoch in der Sitzung von der Verwaltung zurück­gezogen.

Der Koalitionsvertrag vom 12. 03.2018 stellt bundesweit eine ganztägige Betreuung im Grundschulalter in Aussicht. Neben der Option Ganztagsschule sieht der Ver­trag ausdrücklich die Berücksichtigung der Vielfalt der außerschulischen Angebote vor.

Am 31. Mai beantragt die CDU-Fraktion unter anderem die bauliche Reduzierung und die „Alternative Nutzung“ von Fachräumen in der GS Bredenbeck (Anlage 1).

Am 14. Juni beauftragt der Rat ein Sanierungs­konzept für die GS Bredenbeck. Darin sollen perspektivisch Möglichkeiten der Ganz­tagsbetreuung einbezogen werden.

Am 28. Juli wird offenbar, dass ein „Gemeinsamer Antrag von SPD, Bünd­nis 90/Grü­ne, FDP“ (Anlage 2) am 16. August im Rat entschieden werden soll.

 
Forderungen
Die Mitglieder beschließen:

  1. Änderungen an der Schulstruktur in der Gemeinde Wennigsen dürfen die bewährten Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten nicht verschlechtern, sondern sollen die Attraktivität unserer Schulen steigern.
  2. Die Verwaltung ist zu beauftragen, kurzfristig eine Elternumfrage vorzu­bereiten. Damit sollen der Betreuungsbedarf und der Wunsch nach einer Ganztags­beschulung (offen, teilgebunden o.ä.) ermittelt werden. Zielgruppe sind die Eltern der zukünf­tigen Schul­kinder. Die Form, der Inhalt und die vorherige Info-Veranstaltung sind mit den Gremien abzustimmen.
  3. Falls aus der Umfrage ein nachhaltiger Bedarf hervorgeht, sind durch die Verwal­tung:
    1. der Antrag auf Ganztagsschul-Einrichtung vorzubereiten und dem
      Rat vorzu­legen.
    2. Machbarkeitskonzepte für den Ganztagsbetrieb in baulicher und organisa­to­rischer Hinsicht im Einvernehmen mit den Schulen zu entwerfen und dem Rat vorzulegen.
  4. Falls die Umfrage nur wenig Interesse ergibt, wäre neu zu prüfen, wie das dann vom Bund geplante Kinderbetreuungsrecht gewährleistet werden kann – im Rahmen des von den Wennigser Eltern geforderten Bedarfs.
  5. Mittelfristig ist in Holtensen ein Kindergarten neu zu bauen. Vor einer etwaigen Verlagerung der Hortgruppe sollte die Verwaltung geeignete Raumalterna­tiven sowohl in als auch außerhalb des Gebäudes der GS Bredenbeck öffentlich darstellen. Die Erschwernisse für die betreuten Kinder während der Gebäude­sanierung sind zu berücksich­tigen.

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